Entwicklung der IPT


Die Entwicklung der Insulin-Potenzierten Therapie

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Nachdem Ende des 19. Jahrhunderts der deutsche Pathologe Paul Langerhans Ende des 19. Jahrhunderts erstmals sog. Inselzellen im Gewebe der Bauchspeicheldrüse entdeckt hatte, begann die Forschung am Hormon Insulin (abgeleitet vom lat. Wort „insula“ – Insel). 1923 erhielten Frederick Banting und John James Rickard Macleod den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin für die Entdeckung des Insulins.

Auch der mexikanische Militärarzt Dr. Donato Perez Garcia suchte in den 1930er Jahren nach neuen Möglichkeiten, den Gesundheitszustand der ihm anvertrauten Soldaten zu verbessern und neue Wege in der Therapie der Syphilis zu finden. Die Syphilis ist eine durch Bakterien verursachte und durch sexuelle Kontakte übertragene Infektionskrankheit, deren Verbreitung zu damaliger Zeit beachtliche Ausmaße betrug. Ist heute eine Syphilis-Infektion mit Antibiotika relativ einfach zu therapieren, arbeitete man zur der Zeit von Dr. Garcia mit der hochgiftigen Quecksilberverbindung Salvan, die – ebenso wie in etwa die heutigen Chemotherapien – zwar in der Lage war, einen Teil der feindlichen Bakterien zu treffen, aber ebenso gesundes Gewebe und gesunde Zellen zu zerstören. Darüber hinaus nisten auch Syphilis-Bakterien häufig im Inneren der Zellen und diese waren damals auch mit einer gewollten, massiven Salvan-Vergiftung nicht erreichbar. Die Syphilis führte so häufig nach Jahren des Leidens zum Tode.
Dr. Donato Perez Garcia studierte die zu diesem Zeitpunkt neuen und bahnbrechenden Erkenntnisse bzgl. des Insulins ausführlich und testete die Substanz zunächst an sich selbst. Er selbst gesundete von einem chronischen, durch Bakterien verursachten Durchfall mit starkem Gewichtsverlust innerhalb weniger Monate. Diese Selbsterfahrung sollte der Grundstein für eine immer ausgefeiltere Insulintherapie und eine immer größere werdende Palette an Krankheitsbildern werden, die erfolgreich mit der IPT behandelt wurden. So heilte er daraufhin die Syphilis mit niedrigen Dosen der damals gebräuchlichen, jedoch extrem nebenwirkungsreichen Salvan-Medikamente im Rahmen der IPT und konnte nachweisen, dass die Medikamente bei dieser Behandlung auch in das Gehirn gelangen, weil auch die Blut-Hirnschanke im Unterzucker durchlässig wird.

Im Laufe der Jahre wurde Dr. Garcia zum Entwickler und führenden Experten der Insulin-Potenzierten Therapie in Lateinamerika und schrieb zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten und Bücher darüber. Dass die IPT trotz seiner akribischen und expansiven Arbeit nicht sofort die notwendige Anerkennung erhielt, mag an der Tatsache liegen, dass parallel eine neue Generation der Antibiotika den medizinischen Markt eroberte, die vor allem das Salvan ablöste und der Syphilis ihren damaligen Schrecken nahm.
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Erst nachdem er seit den 1940er Jahren immer mehr Krebserkrankungen erfolgreich behandeln und damit verbindliche Schemata entwickeln konnte, seine Methodik mehr und mehr verfeinerte und in der Folge sein Sohn und sein Enkel sowie weitere Mediziner seine Kenntnisse technisch und medizinisch übernahmen, war der evidente Grundstein für die IPT zunächst in Südamerika gelegt. Im Laufe der folgenden Jahrzehnte wurden tausende Patienten, allen voran Krebspatienten, erfolgreich mit der IPT behandelt.

Doch erst 70 Jahre später (und dies ist in der Medizin, zumal bei der Entwicklung von Therapiemethoden außerhalb einer finanziell machtvollen Industrie, nicht ungewöhnlich!), ergo im Jahre 2.000 konnte der Enkel Dr. med. Donato Garcia Perez III. beginnen, die IPT in umfangreichen Seminaren auch in Europa zu lehren.

Martin Lee und Hartmut Baltin gehören seither zu den ersten Ärzten in Europa, die die IPT anwenden und gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen in Europa und Südamerika weiter bekannt machen.

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Die Insulin-potenzierte Therapie
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Die Entwicklung der IPT
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Indikationen für die IPT
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Behandlungsverlauf
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